Egon Theiner

Bildquelle: Egon Theiner

Zwei Panaceo-Nutzer, ein Erfolg

Nein, hier geht es nicht um die gesundheitsfördernden Wirkstoffe von Panaceo, dessen Sport-Palette ja immer größer und reichhaltiger wird, sondern um… ein Buch. Rund um das Werk von Ultracycling-Champion Christoph Strasser, mit-aufgezeichnet von Egon Theiner, gibt es leider eine (vorerst) schlechte Nachricht: „Der Weg ist weiter als das Ziel“ ist so gut wie vergriffen, da und dort können es Interessierte noch finden, u. a. auch handsigniert unter www.ultracyclingshop.com oder im Panaceo-Headquarters.

„Es freut mich sehr, dass mein Buch, meine Lebensgeschichte, so viele Menschen interessiert“, resümiert Christoph Strasser. Über Jahre hinweg ist dem Steirer, der in diesem Jahr den Angriff auf eine ultimative Schallmauer im Ultracycling plant (davon ein anderes Mal) immer wieder nahegelegt worden, doch ein Buch zu schreiben. „Nach vielen Vorträgen sind Zuhörer und Fans zu mir gekommen und haben gefragt, ob es denn nicht ein Buch gäbe…“, erinnert sich der sechsfache Gewinner und somit Rekordsieger beim Race Across America (RAAM) zurück.

Doch Strasser ist ein überlegter, ruhiger Charakter. Er denkt nach und wägt ab, seine Entscheidungen sind fundiert und Erfolg versprechend. 2017 nahm er das Projekt konkret in Angriff, 2018 setzte er es, ganz in seinem Stil, gekonnt um.

„Das Buch ist ganz im Geiste meiner Ultracycling-Siege entstanden, als Teamwork nämlich“, blickt Strasser zurück. „Mit Egon Theiner habe ich mich viele Male zusammengesetzt und ihm meine Lebensgeschichte erzählt, das daraus entstandene Manuskript haben meine Freundin Sabine und ich selbst weiterentwickelt, ergänzt, gekürzt, präzisiert. Ich kann zurecht sagen, dass ich an dieser Autobiographie tatsächlich viel mitgeschrieben habe und sie nicht zur Gänze von einem Ghostwriter verfasst worden ist. Und auch der grammatikalisch etwas exklusive Titel ist mein Einfall.“

Doch es geht nicht nur um die Texte, tatsächlich ist „Der Weg ist weiter als das Ziel“ ein Prachtband, in dem Strasser seine Fotoalben der Kindheit öffnet und seinen Jahrzehnte langen sportlichen Karriereweg auch als Genuss für das Auge darstellt. Bilder von Strasser mit dessen Vorbildern Wolfgang Fasching oder Jure Robic fehlen deswegen ebenso wenig wie Monumentalaufnahmen vom RAAM, anderen Rennen oder den 24-Stunden-Weltrekorden. „Sabine und ich sind tage-, ja: wochenlang über den Fotos gesessen, um die aussagekräftigsten herauszupicken“, sagt Strasser. „Und dann sind die ganzen Unterlagen zuerst an das Graphikbüro von Michael Hausberger in Kufstein gegangen und in weiterer Folge an die Druckerei geschickt worden.“

Christoph Strasser ist ein zurückhaltender Mann. Man könnte auch sagen, dass er mit dem Ruhm, den seine Erfolge mit sich bringt, zuweilen nur schwer umgehen kann. Deswegen hat das Buch über sein Leben auch auf sich warten lassen. Strasser sinnierte lange. Bin ich es wert, dass hunderte Seiten über mich gedruckt werden?, fragte er sich. Wen interessiert schon, was ein Ultra-Radsportler macht, woher er kommt, wie er denkt? Ein Federer, ein Nadal, ein Schumacher – das sind Sporthelden, die Biografien verdienen!

Strasser verdient auch eine Biografie, eine opulente noch dazu, mit ein paar hundert Bildern, mit Statistiken, mit Leistungsdiagrammen, mit Geschichten über leichte, schwere und ganz schwere Zeiten auf dem Rad, mit Anekdoten über  Freunde wie Severin Zotter und Gegner wie Reto Schoch, mit Erzählungen über Halluzinationen und Erläuterungen eigener Glaubenssätze, und mit vielem anderen mehr.

Wie schon gesagt, das Buch ist so gut wie vergriffen.

Doch halt! Christoph Strasser plant eine Neuauflage. Erhältlich in gut einem halben Jahr!