Dominik Böcksteiner

Bildquelle: Dominik Böcksteiner

Traunsee Bergmarathon - Dominik Böcksteiner

Für Dominik war der 33. Bergmarathon bereits die dritte Teilnahme.

Nachdem ich auf der Teilstrecke von Ebensee-Gmunden 2019 einen Streckenrekord aufstellen konnte, der bis Heute hält, wollte ich heuer das zweite Mal mein Glück auf der Teilstrecke Gmunden-Ebensee probieren.

Im Jahr davor musste ich mich vorm letzten harten Anstieg mit Krämpfen geschlagen geben, und verlor somit auch das Podium.

Heuer hatte ich erneut mit starken Krämpfen zu tun, wo ich leider erneut das Podium verlor und wieder den undankbaren 4. Platz einlief.

 

Doch wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke, sind die beiden 4. Plätze beim Traunsee Bergmarathon absolut verdient und mit Respekt zu handeln.

Da ich wirklich mit sehr wenig Trainingsaufwand in die Rennsaison startete, sind solche Ergebnisse für mich noch höher einzustufen.

Da die letzten 1,5 Jahre meine Frau und meine Kinder im Fokus standen, und die Laufschuhe eher faul im Schuhregal warteten bin ich da doch sehr stolz unter die TOP 5 laufen zu können. 

 

Das heurige Rennen fand unter Top Verhältnissen statt, auch wenn der Dauerregen die Tage zuvor die Strecke teilweise sehr rutschig machten, strahlte die Sonne mit uns Trailrunner um die Wette.

Gestartet wurde um 5Uhr früh - zum Sonnenaufgang ging es den ersten Anstieg hoch und weiter zum Traunstein, dem längsten und schwierigsten Anstieg der Strecke.

Ich konnte meinen zweiten Platz bis zum Traunstein gut halten und hatte ein gutes „Polster“ auf den drittplatzierten.

Den Downhill lief ich aber mit angezogener Handbremse, sehr technisch und steil, zu rutschig, für mich vielzu gefährlich und da wollte ich absolut nichts riskieren.

 

Am Ende des Downhill konnte der drittplatzierte aufschliessen und dann ging es im Doppelpack nach Karbach und zum letzten Anstieg.

Leider hatte ich schon im Downhill leichte Krämpfe, die dann kurz vor dem letzten Anstieg so heftig wurden, dass ich einige Minuten pausieren musste.

Somit konnte auch der nächste Läufer  aufschliessen und somit befand ich mich erneut an vierter Position. Die auch bis zum Ende des Rennen standhielt.

 

Der letzte Anstieg war dann extrem schwierig, nicht umsonst wird der Daxnersteig von vielen gefürchtet.

Sehr steil, schmaler Weg, es geht fast senkrecht hoch und Zeit zum verschnaufen bleibt kaum.

Wenn die Oberschenkel mal „blau“ sind - gib dir der Daxnersteig den Rest.

Irgentwie peinigt man sich dann den Anstieg hoch, bis es in den finalen Downhill geht.

Auf den letzten 2km wurde ich dann von meiner Frau, meinem Schwiegerpapa und meiner Tochter am Rad begleitet.

Und dann ist man sehr froh und stolz, auch wenn man „nur“ den 4. Platz geschafft hat, gesund und unverletzt ins Ziel zu kommen zählt für mich mehr als alles andere.

Gratulation an alle Teilnehmer die ihr bestes gegeben haben und sich selbst zu Bestleistungen gepusht haben.

 

Für mich steht jetzt noch ein absolutes Highlight am Programm.

Gemeinsam mit meinem „Windelwechsler“ Kollege und besten Freund Paul, starten wir bereits zum fünften Mal den Grossglockner Ultra Trail im Teambewerb.

Da warten insgesamt 110km und 6500hm auf uns (aufgeteilt in 48km/2700hm für Paul und 62km/3800hm für mich)