Egon Theiner

Bildquelle: Egon Theiner

Laufen für Gesundheit und Gänsehaut

Eine Story des Läufers und Panaceo-Sportlers Egon Theiner

Egon Theiner ist Sportjournalist, Buchautor und selbst Läufer. Seine Liebe zum Laufen war nicht immer so stark wie jetzt, aber umso mehr genießt er es jetzt, Kilometer für Kilometer zurück zu legen. Ein absolut lesenswerter Bericht zum „Warum“ eines Marathon-Läufers und als Motivationsschub für unsere eigenen Ziele.

In wenigen Wochen, am 15. Juni, geht es wieder hinauf auf das Stilfserjoch: Wenn der „Stelviomarathon“ zum dritten Mal ausgetragen wird, bin ich zum dritten Mal dabei. Es ist jener Lauf, der mich emotional am meisten berührt, denn es ist ein Event, das dort stattfindet, wo ich groß geworden bin. Im oberen Vinschgau in Südtirol duellierte ich mich in meiner Jugend mit einem Nachbarn, um herauszufinden, wer schneller mehr Höhenmeter zurücklegen würde können. Die Berge, die sich links und rechts der Strecke aufbäumen, sind mir wohlbekannt und jagen mir Gänsehaut über den Rücken. Je älter du wirst, desto mehr wird dir klar werden, woher du kommst, hatte mir mein Vater vor Jahrzehnten prognostiziert. Jetzt bin ich über 50 und spüre, wie das Band der Heimat an meinem Herzen zieht.

Deswegen kann ich es nicht erwarten, Mitte Juni wieder dort zu sein, 42 Kilometer und 2500 Höhenmeter in Angriff zu nehmen und die letzten 7000 Meter auf den Kehren der weltbekannten Stilfserjoch-Passstraße zu bestreiten. Ich werde mit dem Rennausgang nichts zu tun haben, doch ich werde jeden Schritt genießen. Viele Freunde vom ULT Heustadlwasser und von Trailrunning Vienna sind auch dabei, es wird ein (na gut: anstrengendes und schweißtreibendes) Fest!

Meine Liebe zur Heimat wird immer größer, meine Liebe zum Laufen kam und ging, ist aktuell aber schier unermesslich. Seit zweieinhalb Jahren steht nicht nur die Arbeit im Mittelpunkt meiner Gedanken, sondern auch der Sport. Florian Grasel, Österreichs wohl prominentester Ultra-Trailläufer, hat einen Hashtag dafür, er lautet #lifeworktrailbalance, und ehe ich einen neuen erfinde, leihe ich mir diesen aus. Der Laufsport nimmt Zeit in Anspruch, die ich anderen Lebensbereichen abzweige, und das Laufen sorgt somit für eine Balance, die es 2016 und in den Jahren zuvor so nicht gab. Und ich bin konsequent. Wenn ich laufe, dann ist es exklusiv Zeit für mich. Ich grüble nicht über berufliche Herausforderungen, analysiere nicht, was war, und befasse mich nicht mit dem, was sein wird. Laufen ist ganz simpel „Ich-Zeit“, und auch wenn ich nicht immer im „runner‘s high“ unterwegs bin, so bringt jede Trainingseinheit die ihr eigenen Freuden – sei es nun ein Tempolauf auf der Prater Hauptallee oder ein Bergintervall-Training am Nasensteig.

#daslebenspieltsichdraußenab ist ein anderer Hashtag, den ich mir für diesen Artikel borge. Dieser stammt von Trailrunner und Sportwissenschaftler Gerhard Schiemer, und er ist für mich tägliche Motivation, die Laufschuhe zu schnüren, hinauszugehen und meine Runden zu drehen, ob diese nun 5 oder 55 km lang sind. Bewegung hält gesund, vital und erfolgreich, dies allein sollte für uns alle Grund genug sein, zu laufen, Rad zu fahren, zu wandern, kurz: aktiv zu sein.

Die großen emotionalen Momente kommen dann von alleine: dann, wenn man zehn Kilometer das erste Mal unter 60 oder 50 Minuten gelaufen ist, dann, wenn man einen Bergmarathon unter sechs Stunden beendet hat, dann, wenn man – wie es mir geschehen ist – nach einem Ultralauf auf über 3000 m Seehöhe im Ziel in Tränen ausbricht, vor Dankbarkeit, vor Glück, vor lauter Demut. Jeder findet seine Ziele, erreicht sie, steckt sich neue (oder scheitert, probiert es erneut; scheitert wieder, und probiert es erneut).

Ich bin auf einem mittelmäßigen Niveau unterwegs, ich laufe nicht um den Sieg sondern gegen die Zeitvorgaben der Organisatoren. Nun könnte ich scherzen und meinen, dass die Rennen ganz vorne und ganz hinten am spannendsten sind. Aber Spaß beiseite, wenn ich laufe, geht es um meine Gesundheit, um meine persönlichen Ambitionen – und bei den Wettbewerben um die famose „goldene Ananas“. Deswegen erachte ich es als besondere Ehre, Teil der prominenten Panaceo-Sport-Familie zu sein. Klar ist, dass die Produkte des Kärntner Unternehmens nicht nur Spitzensportler unterstützen, sondern (vielleicht sogar noch mehr) auch ambitionierte Hobbysportler, wie ich einer bin. Auf Panaceo Sport bin ich vor rund zwei Jahren zufällig gestoßen, hab’s probiert und sofort einen positiven Effekt in der Regeneration festgestellt. Und warum aufhören mit etwas, was einem gut tut?

So fehlt Panaceo in keiner meiner Sport- oder Reisetaschen, und auf dem Frühstückstisch steht es sowieso. Mit Panaceo, dessen bin ich mir sicher, werde ich den „Stelviomarathon“ wieder etwas schneller als zuletzt absolvieren. Vielleicht geht sich eine Zeit deutlich unter sieben Stunden aus. Wir werden sehen.

 

Danke Egon für diese motivierenden und emotionalen Worte, wir sind sehr froh dich im Panaceo Sportler Team zu haben! Weitere Infos zu Egon findet ihr unter www.panaceo-sport.com! Werft auch unbedingt einen Blick auf seine Verlags-Homepage www.egoth.at sowie auf seinen Blog https://www.egoth.at/blog