Michael Wagner

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Hero of the Day: Michael Wagner

Corona-Krise: Ein weiterer Held im Interview

Michael Wagner ist als Ringer im Panaceo-Sportler Team, MItglied des Österreichischen Ringen Nationalteams und beruflich als Polizist in Tirol tätig. Er und seine Kollegen und Kolleginnen sind tagtäglich trotz Corona-Krise im Einsatz. Wir haben ihn zur aktuellen Situation interviewt. 

Wie hat sich dein Arbeitsalltag aufgrund des Corona Virus verändert?

Als Polizei-Spitzensportler habe ich im Normalfall das Privileg mich voll und ganz auf meinen Sport konzentrieren zu können. Dafür bietet mir die Polizei die Möglichkeit mich zu 100% auf meinen Sport zu fokussieren, um bei diversen Wettkämpfen und Lehrgängen teilnehmen zu können und um als Ringer erfolgreich sein zu dürfen.

Aber in Zeiten wie diesen heißt es auch für mich „tausche Ringertrikot gegen Uniform“. Derzeit befinden wir uns hier in Österreich und speziell in Tirol in einer Ausnahmesituation. Aus diesem Grund wird auch bei der Polizei jede helfende Hand gebraucht um die noch nie dagewesene Situation zu händeln. Nun hat sich mein Arbeitsalltag soweit verändert, dass sich mein Wettkampfgegner verändert hat. Noch vor wenigen Wochen stand ich auf der Matte um gegen meine Gegner im Ring zu kämpfen. Mittlerweile versuche ich gemeinsam mit allen anderen gegen den Corona-Virus zu kämpfen. Aber ich muss sagen, dass ich unheimlich dankbar bin, einen Partner wie die Polizei zu haben. Aus diesem Grund freut es mich, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in dieser harten Zeit einen Beitrag zur Bekämpfung des Corona-Virus leisten zu dürfen.

Für was bist du in dieser schwierigen Zeit besonders dankbar?

In Zeiten wie diesen bin ich sehr dankbar gesund und fit sein zu dürfen, um anderen helfen zu können. Derzeit verbringen ich meine Freizeit ganz nach dem Motto: #bleibdahoam aber bleib fit damit, dass ich mir ein eigenes kleines „Fitnessstudio“ auf meiner Terrasse und meinem Garten eingerichtet habe, um dort meine Trainingseinheiten absolvieren zu können. Für mich bedeutet die Quarantäne nicht zuhause faul herumzuliegen, sondern das beste aus der aktuellen Lagen zu machen. Da ich nicht weiß, wann sich die Situation wieder beruhigt hat und wann es für mich wieder auf die Wettkampfmatten geht, muss ich stets körperlich und mental auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Aus diesem Grund hat sich zwar meine Trainingsstätte, nicht jedoch mein Trainingsalltag stark verändert. Derzeit muss ich zwar auf das Ringen verzichten, versuche jedoch dies so gut es geht mit alternativen Trainingseinheiten zu kompensieren. Trotz Quarantäne konnte ich in dieser Woche bereits 10 Trainingseinheiten auf einem sehr hohen Niveau absolvieren, was mich sehr positiv auf die Zukunft stimmt. Immerhin versuche ich nach dieser schweren Zeit, zumindest was meine konditionellen Fähigkeiten angehet, noch stärken aus dem Ganzen zurückzukommen.  

Was glaubst du, was wir aus dieser Krise lernen können?

Ich bin überzeugt davon, dass wir alle sehr viel aus dieser Situation lernen können und auch werden. Speziell was der Umgang mit den Mitmenschen angeht glaub ich, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten einiges verändern wird. Wir werden hoffentlich auch nach dieser Krise mehr aufeinander schauen als es noch vor dieser war. Auch glaube ich, dass in Zukunft das simple „frei vor die Tür gehen zu dürfen“ mehr geschätzt werden wird. Auch glaube ich, dass wir nach dieser schweren Zeit noch stärker zurückkommen und viel aus dem Ganzen lernen werden!!

Michael, wir möchten von Herzen dir und deinen Kollegen und Kolleginnen DANKE sagen für deinen Einsatz!