Martina Donner

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Hero of the Day: Martina Donner

Sportlerin und Polizistin Martina Donner im Einsatz während der Corona-Krise

Martina ist Läuferin im Panaceo-Sportler Team und beruflich als Polizistin in Kärnten tätig. Sie ist eine von vielen Helden und Heldinnen, die auch während dieser schweren Zeit im Dienst sind. Trotz des anstrengenden Arbeitsalltags hat sie noch Zeit gefunden, um uns im Interview zu berichten wie sich ihr Alltag durch die Corona-Krise verändert hat.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag aufgrund des Coronavirus verändert?

Für die Polizei ist die Situation genau so neu und ungewohnt, wie für alle anderen Institutionen und Behörden. Es passieren natürlich Fehler, man lernt täglich dazu. Täglich werden neue Maßnahmen bekannt, ausprobiert und weitergegeben. Jeder Tag wird neu beurteilt. Die Kriterien der Polizeiarbeit wurden komplett umgekrempelt und nahezu alles dreht sich um Corona.

Seit Oktober 2019 bin ich im Polizeikooperationszentrum direkt an der Grenze in Thörl Maglern eingesetzt. Normalerweise bearbeiten wir polizeiliche Anfragen zwischen den EU-Staaten. In unserer Dienststelle sind wir in direktem Kontakt mit Kollegen aus Italien, Slowenien und Deutschland.

Aktuell sind wir vor allem da, um Informationen die momentanen Ein -  bzw Durchreisebestimmungen betreffend weiterzugeben. Täglich werden die Lagebilder der Nachbarnationen Slowenien und Italien an den Kärntner Einsatzstab zur Beurteilung und zur Einleitung von entsprechenden Maßnahmen weitergeleitet.

Mit unserer eigentlichen Arbeit hat das wenig zu tun, die ist in den Hintergrund gerückt.

Ich würde Italien als meine zweite Heimat bezeichnen. Dass es gerade dieses Land so schwer trifft, tut mir persönlich sehr leid. Ich habe dort, nicht zuletzt durch Sport und Beruf, viele Freunde und Bekannte. Wenn ich italienische Nachrichten sehe, bekomme ich Tränen in den Augen. Daher möchte ich bei dieser Gelegenheit an alle appellieren, sich an die Maßnahmen zu halten, damit wir möglichst bald eine Besserung der Situation haben.

Wofür bist du in dieser schwierigen Zeit besonders dankbar?

Besonders in der aktuellen Phase bin ich sehr froh, in Österreich leben zu können. Ich bin stolz auf Österreichs Regierung, der es gelungen ist, gravierende Maßnahmen in kürzester Zeit umzusetzen. Natürlich bin ich als Polizistin in diesen Tagen auch dankbar für meinen Job, um den ich mir keine Sorgen machen muss.

Was glaubst du können wir aus dieser Krise lernen?

Da möchte ich auf die Zukunftsvisionen von Matthias Horx verweisen „48 – Die Welt nach Corona“.  Demnach ist eine Krise immer eine Chance. Klar redet man leicht, wenn man einen „sicheren“ Job hat, gesund ist, und durch diese Krise unterm Strich kaum Nachteile erfährt. Corona hat, soviel Leid es auch mit sich bringt, hoffentlich auch die Kraft, uns nachhaltig zu verändern.

Ich hoffe, dass es gelingt, die Zeit zu nützen, die „Entschleunigung“ zu genießen und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu legen, auch wenn es schwerfällt. Nicht zuletzt ist die Natur Nutznießer und hat jetzt eine kleine Verschnaufpause.

Martina, wir möchten von Herzen dir und deinen Kollegen und Kolleginnen DANKE sagen für deinen Einsatz!